Jeder Blog und dazu gehört auch meiner, bietet derzeit RSS-Feeds an. Ein neuerer Standard ist der “ATOM”-Standard, falls einem der Begriff RSS nicht geläufig ist. Eine ganz praktische Sache eigentlich. Man muss die einzelnen Seiten nicht mehr besuchen und bekommt dennoch deren aktuelle Artikel, zusammen mit denen von anderen Seiten, übersichtlich in einem sogenannten “Feed-Reader” präsentiert. Das reduziert die Zeit beim durchwälzen der neu erschienen Artikel erheblich, auch wenn das für die einzelnen Seitenbetreiber nicht immer ganz schön ist, wenn die Leser nicht mehr die eigentliche Seite besuchen. Doch das ist eine Entwicklung die sich nicht stoppen lässt und ich heute auch garnicht ansprechen möchte. Mir geht es viel mehr darum, wie man das ganze noch etwas effizienter und “sozialer” gestalten kann.Früher hatte ich noch einen Desktop-Feedreader. Habe dafür Thunderbird benutzt und mir dort all die aktuellen Feeds anzeigen lassen. War ganz praktisch und gegenüber jeder einzelnen Seite die ich besuchen hätte müssen schon ein großer Fortschritt. Das aber war mir dann aber irgendwann etwas zu lästig, da ich auch viel an meinem Laptop online war und immer alles hätte sychronisieren und Thunderbird aktualisieren müssen.

So bin ich dann komplett weg von Thunderbird, hin zu Google. Google Mail für meine Mails und den GReader für meine Feeds. Das war wirklich ein riesen Sprung. Jetzt konnte ich, an wohlgemerkt jedem PC, schnell meine Feeds über das Online-Interface abrufen und lesen. Für mein Android-Phone gab es gleichzeitig auch noch einige Apps um sie dort zu empfangen. Das System war insgesamt sehr ausgereift und eigentlich gab es keine Verbesserungsmöglichkeiten. Eigentlich.

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Irgendwann bemerkte ich das Programm “Tweetdeck”, als es in vielen News erwähnt wurde, da eine Version für Android erschien. Anfangs war ich skeptisch und benötigte es für meine wenigen Status-Berichte meiner Freunde nicht wirklich. Mit der Zeit jedoch habe ich immer mehr offizielle Sites geliked und über diese auch viel Informationen oder deren Artikel bekommen.
Und dann kam der radikalste Schritt: Alle (!) meine Feeds wollte ich  aufgeben und das jeweilige Pendant auf Facebook und Twitter liken, um darüber die Informationen zu bekommen, die ich auch als herkömmlicher Feed bekam. Eines Abends setzte ich diese Idee dann um und bin seither begeistert.

In Tweetdeck (welches es für nahezu jedes System dank Adobe Air gibt) bekomme ich so nun meine Nachrichten und habe viel bessere Interaktionsmöglichkeiten: Sharen, Liken, Kommentieren, Weiterleiten, Speichern und was man noch so alles machen kann. Viele denken sich jetzt natürlich, dass das sinnlos ist. Aber da ich ohnehin viel auf Facebook und derzeit auch auf Twitter unterwegs bin, so wie viele andere heutzutage auch, bedeutet dies auch ein großer Fortschritt.

Denn die Vorteile gegenüber vorher sind: Twitter und Facebook (wer möchte auch Google Buzz und Foursquare) habe ich zentral in einer App/Anwendung, eingebaute soziale Features und wer kein Android-Phone oder iPhone hat, kann über Hootsuite.com das ganze weiterhin auch webbasiert abrufen.

Ich werde es in Zukunft nur noch so machen und wenn es doch mal Seiten ohne Facebook oder Twitter-Seite gibt, dann kann man sie mittels der App “NetworkedBlogs” für Facebook wie herkömmliche Feeds einbinden.

Natürlich wäre es auch ein wenig ironisch wenn ich das ganze in den Himmel lobe und als Blogbetreiber keine eigene Facebook- und Twitterseite hätte. Wer das ganze also nun von einer anderen Seite sieht, das ganze ist natürlich auch komplett ohne Hottsuite.com oder Tweetdeck direkt in Twitter/Facebook nutzbar, darf gerne meine Seite liken oder mir folgen.

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Jetzt würde mich aber noch interessieren, wie ihr es macht? Genauso, “besser” oder haltet ihr das ganze für zuviel des guten? Würde mich mal interessieren 🙂

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