Ich war auch mal so jung, dass ich in die Schule gehen musste. Zeittechnisch, bis vor einem Jahr ;-). Dort musste man viel Präsentationen halten. Irgendwann hatte ich dann mal angefangen, mir einen kleinen Guide zu schreiben, in dem ich wiederkehrende Situationen und Aktionen abstrahiert niedergeschrieben habe. Ist nichts neues, aber vielleicht aufgrund des Umfanges ganz interessant. Und da dieses Thema durchaus in die IT-Landschaft passt, habe ihn deshalb hier mal 1:1 online gestellt.

Planung

  • Auswahl des Themas und der Kernaussagen
  • Erstellen des Vortragentwurfs
    • Kurze Einführung
    • Kernaussagen
    • Schluss
  • Eine Rede entwerfen – Stichwortzettel
    • Begrüßung
    • Einstieg
    • Überleitung
    • Hauptteil mit Überleitungen (Spricht man von einem Motor sind die Eckdaten oft das interessanteste daran …)
    • Schluss
  • Letztlich muss sich jede Art von Präsentation an vier (Grund-) Kategorien messen lassen
    • Inhalt (Titel, Ablauf, Umfang, logische Struktur)
    • Medieneinsatz
    • Körpersprache (Auftreten, Mimik, Gestik)
    • Stimme und Tonfall

Präsentationsaufbau/inhalt/(logische) struktur/Umfang

  • Begrüßung und persönlicher Vorstellung von Ihnen und dem Team
  • Agenda à (Zusatz: Thema und Ziel: Was haben die Zuhörer zu erwarten?) (Agenda vor jedem Thema nochmals zeigen, und das aktuelle Thema markieren)
  • Hauptteil (Themen zusammenfassen, wenn sie wenig Inhalt bieten und Unterteilung/Abschnitte schaffen)
  • Schluss mit Dank

 

Präsentationsvortrag

Vor der Präsentation

  • PC vorbereiten
  • Beamer/Beamerwand vorbereiten
  • Touchpad ausschalten

Nach der Präsentation

Mit einem „Wir sind nun fast am Ende, aber ich möchte noch ganz kurz …” wird das Publikum noch einmal aufhorchen und Ihrer Schlussbotschaft aufmerksam folgen.

Hier ein paar Optionen für den Schluss

  • Zusammenfassung
  • Ausblick
  • Frage – Zitat
  • Anekdote
  • Besinnliches
  • –> Unverzichtbar: Der Dank für’s Zuhören. Nach Fragen erkundigen ist auch angebracht.
Lesenswert  Gastartikel: 5-Webdesign-Ideen für eine erfolgreiche Webseite

Sprache

  • Als „Ur-Bayer” können Sie Ihren Dialekt nie ganz verbergen. Sie wirken nur dann echt, wenn Sie – in Maßen – dabei bleiben.
  • Verzichten Sie auf gestelztes Hochdeutsch, das Ihnen niemand abnimmt.
  • Natürlich wollen Sie Ihre Präsentation schnell hinter sich bringen. Da Schnellredner auch noch als kompetent gelten, scheint dies ein probates Mittel zu sein, gut anzukommen. Nur: Mitdenken können jetzt noch die Wenigsten, reihum wird abgeschaltet. Wenn Sie jetzt noch leise reden, macht sich Unruhe von selbst breit.
  • Sprechen Sie bewusst langsamer und lauter als sonst. Ist ein Mikrofon greifbar, verwenden Sie es.

Vortragtipps

  • Langsamer sprechen
  • Schwierige Wörter erklären
  • Agenda (mit markiertem aktuellen Thema) etwas länger zeigen
  • Fernbedienung
  • Notizen – Thema /Inhalt

 

Multi-Vortrag (Mit mehreren Vortragsteilnehmer)

  • Notizen – Wer ist dran
  • maximal DIN A5 groß,
  • durchnummeriert,
  • (ggf.) farblich markiert,
  • aus großer Entfernung für Sie lesbar,
  • nur mit Stichworten oder Satzanfängen beschrieben.

Lampenfieber

Wenn es wirklich ernst wird, ist plötzlich alles ganz anders. Wundern Sie sich also nicht über:

  • die leicht brüchige Stimme
  • den trockenen Mund,
  • das Herz, das bis zum Halse schlägt,
  • die nervösen Hände,
  • den schnellen Atem.

Es handelt sich um Lampenfieber, das alle befällt. Ein Patentrezept dagegen gibt es nicht. Eine exzellente Vorbereitung und ein „liebevolles” Team tragen Sie noch am ehesten.Präsen

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