Volvo war bisher noch in keinem meiner Artikel Bestandteil gewesen. Mag daran liegen, dass mich Automobile zwar riesig interessieren und faszinieren, aber ich mich in diesem Blog bisher nicht darauf spezialisiert habe. Doch ist es heute im generellen auch schwierig über DIE Themen der Automobiltechnik zu schreiben, da entweder alle gleich wichtig oder unwichtig sind. Es stechen nur sehr wenige spezielle Themen hervor, die gleichzeitig den technologischen Anspruch haben. Die Elektrifizierung in Form des Hybrid-Antriebes ist nun solch eines.Zuerst einmal um was es eigentlich geht. Volvo hat es nach eigenen Angaben geschafft, als weltweit erster einen Plug-in Hybrid zusammen mit einem Diesel-Aggregat zu kombinieren und in in den V60 zu verpflanzen. Damit steigen sie direkt zu einer der Vorreiter im Bereich der Diesel-Hybride auf. Ein Gebiet, auf dem von Volvo bisher auch nur sehr wenig zu hören war. Bisher.

Doch abgesehen davon wer damit erster ist – es ist auf jeden Fall ein guter Schritt und das Konzept verspricht Sparsamkeit und Flexibilität ohne Ende. Letzteres will ich hier auch ein wenig näher betrachten. Wenn mich jemand frägt, was für mich Flexibilität bedeutet, würde ich möglicherweise technische und gleichermaßen Computer-nahe Dinge wie HTML5, Dropbox, iCloud und all solche Dinge nennen. Würde man die Rahmenbedingungen ändern und man müsste das für den automobilen Bereich nennen, würde vielen und genauso mir erstmal nichts mehr einfallen. Einmal abgesehen vom Begriff des Autos selbst. Vielleicht noch Navi nach langem überlegen. Aber da hört es auch schon auf. Ein Auto ist eben groß, schwer und alles andere als flexibel.

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Deshalb gefiel mir auch das von Volvo gezeigte Konzept, gleichzeitig aber auch deren Umsetzung im Cockpit: Mittels dreier Schalter ist es möglich, unterschiedliche Fahrmodi einzustellen. Pure, Default Hybrid und Power. Pure steht hier für rein elektrisches fahren, Default Hybrid für den gewöhnlichen Hybridantrieb mit maximaler Reichweite und Sparsamkeit und im Power-Modus unterstützt der zusätzliche Elektro-Antrieb den Diesel nur, um noch mehr Leistung liefern zu können.

Für den einen sind das nur Schalter, für mich aber der Beginn einer kleinen Revolution im Auto-Bau. Strom ist heute Energielieferant für all das, was uns wichtig erscheint und wir als Moderne bezeichnen: Fernseher, Smartphone, Tablet, Computer, usw. Diesel und Benzin stehen nicht gerade für aktuelle Technologien. Zu ersetzen sind sie aber aus gewissen Gründen auch noch nicht. Der Einsatz von Hybridautos und in diesem Falle speziell der Plug-in Hybridtechnik, bringt den Faktor Strom und somit die Basis für weitere Entwicklungen ins Auto.

Die Basis für was genau? Immer mehr mechanische und mechatronische Komponenten werden durch elektrisch getriebene ersetzt oder erweitert. Das erhöht einerseits die bereits angesprochene Flexibilität im kleinen und die Messbarkeit auf der anderen Seite. Das ermöglicht wie jetzt im Volvo V60 das schnelle umschalten zwischen unterschiedlichen Fahrmodi oder irgendwann das Auslesen wichtiger Funktionen per App, die Wartung per Update und die Ortung des gestohlenen Autos per Google Maps.

Die Idee hinter den Gedanken sollte klar sein: Mit den Einzug haltenden Strom-getriebenen Komponenten ergeben sich viele neue Möglichkeiten. Sicherlich würden diese Zusatzfunktionen früher oder später auch ohne spezielle Elektrifizierung Einzug halten. Wahrscheinlich jedoch nicht so schnell und so unkompliziert wie es auf diesem Wege gelingt. Zur Verdeutlichung ein Beispiel. Für Android gibt es zig Apps, um alles mögliche auszulesen. Dem Umstand geschuldet, dass alles einfach messbar und auf elektrischem Wege auszulesen ist. Sei es statische Informationen wie Modell-Nr. oder aber jegliche verbaute Sensoren. Welche Infos bekommt man aus seinem herkömmlichen Auto? Scheibenwischwassser, Ölstab und Kühlwasser sind alle manuell und oft kompliziert nachzuprüfen.

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Bis wir dorthin kommen ist noch viel Entwicklung vonnöten, Autos wie der Volvo V60 stimmen jedoch diese Entwicklung heute schon an. Und Flexibilität hat für mich jetzt auch einen (neuen) Namen im Automobilbereich: Plug-in Hybrid.

Um noch einen Einblick zu bekommen, wie das Konzept aufgebaut ist, gibt es ein animiertes Video des Aufbaus.

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