Bestimmt habt ihr es mitbekommen, auf der letzten Keynote hat Apple Version 10 seines berühmt berüchtigten iTunes vorgestellt. Größte Neuerung: das soziale Netzwerk Ping. Über Sinn und Unsinn des Ganzen will ich hier aber mal nicht lamentieren. Ich will euch etwas anderes zeigen. Vielen Leuten geht iTunes auf die Nerven. Sei es weil es so träge und performancehungrig ist oder weil Apple draufsteht, es gibt unzählige Gründe mit denen die Leute ihre Nicht-Nutzung argumentieren. Was aber tun, wenn man seine Musik gerne mit einem Programm verwalten will, auf iTunes aber verzichten möchte? Klar, man sucht sich Alternativen.Und von denen gibt es auch einige. Die bekanntesten sind hier wohl Winamp und Songbird (was ich auch selbst benutze). Aber: hier hört es auch oft wieder direkt auf. Viele andere Alternativen kennen die meisten Leute gar nicht. Das heißt aber nicht, dass diese unbekannten Alternativen gleich weniger gut sein müssen. Das beweist das, nun von mir vorgestellte, Programm wohl sehr gut. Es ist der Helium Music Manager.

Seid ehrlich, kennt ihr den Helium Music Manager? Bestimmt nicht. Denn aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen ist der Music Manager sehr vielen Leuten gänzlich unbekannt. An der Funktionalität kann das nicht liegen. Hier bietet Helium dem Nutzer so einiges. In diesem Beitrag will ich auf einige dieser Dinge eingehen und euch den Music Manager mal näher bringen. Und um es gleich im Vorfeld zu sagen: was ich euch zeige ist nicht alles, was dieses Programm kann. Würde ich euch die gesamte Funktionalität näher bringen, würde das diesen Beitrag sprengen. Also einfach mal selbst ausprobieren, ihr werdet es nicht bereuen! 😉

Nachdem der Music Manager installiert wurde und ihr ihn öffnet kommt euch das Interface entgegen. Weiterhin werdet ihr über ein PopUp gefragt, was ihr denn als erstes machen wollt. Wenn ihr Helium das erste Mal öffnet dürfte der erste Schritt entweder das Hinzufügen von Dateien oder aber das Importieren einer bestehenden Datenbank sein. Hier wird angeboten, die Datenbank aus iTunes, Media Monkey 3, Winamp oder dem Windows Media Player zu importieren.

Lesenswert  1-Klick Duplikate Löschen für Outlook – Review

Entscheidet ihr euch dafür, manuell Dateien zur Datenbank hinzuzufügen könnt ihr die Orte, wo sich diese befinden über eine Baumstruktur auswählen. Baumstrukturen kennen wir alle, ist also nichts ungewohntes und daher auch schnell erledigt. 😉

Nach dem Anlegen der Helium Datenbank schließt sich das PopUp und ihr seht das eigentliche Interface des Managers. Wer bereits vorher schon mit diversen Musikbibliotheken gearbeitet hat wird sich hier schnell zurechtfinden. Alles ist an den gewohnten Orten, es kann sofort losgehen. 😉

Das erste was man sicherlich macht ist, sich die Optik des jeweiligen Managers anzupassen. Das geht natürlich auch hier. Links neben dem Suchfeld könnt ihr z.B. auswählen, wie eure Lieder/Alben angezeigt werden. Von einer Listenansicht bis zur, von iTunes bekannten, Coverflow Ansicht ist hier alles dabei, was man so kennt. Weiterhin kann man unter dem Suchfeld die Seitenleisten an und ausschalten. Exemplarisch zeige ich euch mal, wie ich Helium bei mir eingerichtet habe:

Links seht ihr die verschiedenen Kategorien, nach denen ihr eure Musik filtern könnt. Klickt man auf eine Kategorie, so kann oben in der Drei-Spalten-Ansicht weiter gefiltert werden. Die gefilterten Ergebnisse werden in der Mitte des Fensters angezeigt. Von dort aus können die Lieder in die Playlist am unteren Fensterrand gezogen werden. Dort werden dann nacheinander die eingespeisten Lieder abgespielt. Rechts werden dann Informationen über den Künstler/die Band angezeigt, dessen Lied gerade gespielt wird. Weiterhin kann man dort auch auf die Schnelle die Tags des jeweiligen Liedes anpassen. Also gar nicht so schwer, sich dort zurechtzufinden, nech? 😉

Wo wir gerade beim Thema Tags sind. Tagging ist eine große Stärke von Helium. Hier werden einem, neben dem Quick Edit, den ich gerade erwähnt habe, zwei weitere Interfaces angeboten. Einmal eine Tabellenansicht um z.B. alle Lieder eines Albums grob zu bearbeiten und eine Detailansicht, in der ihr jedes Lied eben sehr detailliert taggen könnt.

Lesenswert  Nützliche Firefox-Addons

Dazu brauche ich nicht wirklich etwas zu sagen, oder? 😉 Ihr seht selbst, wie gut man seine Lieder vor allem in der Detailansicht bearbeiten kann. Sowas sucht man in vielen anderen Programmen vergebens, da kann der Music Manager wirklich ganz groß punkten.

Ganz groß punkten kann Helium auch unter der Oberfläche im Optionsmenü. Auch hier lässt sich so ziemlich alles den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Zwei Dinge, die hier besonders herausstechen sind der automatische Großschreiber und die automatische Wort- und Textersetzer. Die lassen sich sehr detailliert konfigurieren und können so Flüchtigkeitsfehlern gekonnt vorausbeugen. Auch der Workflow beim Taggen lässt sich so unter Umständen verbessern, da man sich mit einer entsprechenden Konfiguration viel Tipparbeit sparen kann. Beispielsweise könnte man so „AR“ automatisch durch „Alternative Rock“ ersetzen lassen.

Wie ihr seht, weiß der Helium Music Manager mit vielen Dingen aufzuwarten. Wer seine Musikbibliothek wirklich sehr genau führen will findet hier wahrscheinlich das Spielzeug seiner Träume. 😉 Das Programm ist sehr umfangreich und bietet trotzdem eine Spitzenperformance. Dort, wo Konkurrenten wie iTunes und Songbird bereits beinahe aufgeben, fängt Helium erst damit an, seinen Spaß zu haben.

Helium selbst gibt es in drei verschiedenen Versionen zu haben. Einmal als kostenlose Variante und dann noch in zwei kostenpflichtigen Versionen. Was die Versionen im Funktionsumfang voneinander unterscheidet könnt ihr hier nachschauen. Für diesen Beitrag habe ich selbstverständlich die kostenlose Variante benutzt. Herunterladen könnt ihr den Helium Music Manager übrigens hier.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick in dieses tolle Programm geben und ihr gebt dieser exotischen, weil recht unbekannten, Alternative eine Chance. 🙂

Lesenswert  Backlinkseller.de – Erfolgreiches SEO und gewinnbringende Möglichkeit?

Über den Autor:

Mein Name ist Charles Engelken. Ich bin 20 Jahre alt, mache Mitte nächsten Jahres mein Abitur und betreibe in meiner Freizeit das Tech-Blog APPSPEZIS (früher: CocasBlog.de). Thematisch geht es dort allgemein um Windows, Software, soziale Netzwerke, Android sowie Internet im Allgemeinen. Vorbeischauen lohnt sich. 😉 Als Social Media Addict findet ihr mich natürlich auch auf den diversen Plattformen, beispielsweise auf Twitter und bei Facebook.

%d bloggers like this: