Intern mag sich einiges getan haben im Gegensatz zu der Vorgängerversion 2.0.0x. Äußerlich aber blieb fast alles beim Alten nur einige kleine Details wurden geändert. Aber das sind die schon bekannten Informationen zu Firefox 3.0. Ich möchte hier aber einen kleinen Erfahrungsbericht mit Schwerpunkt auf Geschwindigkeit und Stabilität bloggen.

Bedienung

Sie mögen es mir nicht glauben, mir ist die Bedienoberfläche mit allen Details von FF2 schon nicht mehr geläufig, aber hat sich in FF3 wenig verändert, weshalb ich sagen kann, dass FF3 hier kein großer und wichtiger Schritt darstellt. Wem FF2 ausreicht und selten surft, für den sei angemerkt das der Umstieg auf FF3 nicht das gelbste vom Ei ist. Speziell wegen seiner vielen Features die längst nicht jeden interessieren und bei jedem als Standard-Reportoire vorhanden sein müssen und ihn deswegen aber “schwer” machen.

Geschwindigkeit

Ich arbeite mit einem vergleichsweise sehr langsamen und alten Laptop. Das gute Stück hat nun schon seine 4-5Jahre auf dem Buckel und wird deshalb durch einen schon bestellten PC bald abgelöst. Uninteressant für Sie aber nicht für die Bewertung der Geschwindigkeit, da auf diesem Rechner keinerlei Geschwindigkeit verschenkt werden darf, da sonst sofort mit einem permanent oder gar vollständigen freezen des Systems gerechnet werden muss. Leider aber ist genau das häufig der Fall beim Betrieb mit Firefox 3.0.1. Eingestehen muss ich hier, dass ich meistens mit mehr als 20Tabs arbeite und sehr viele Add-Ons benutze und das seinen entscheidenden Teil, vielleicht sogar den entscheidendsten Teil dazu beiträgt. Gutheißen möchte ich das Ganze dennoch nicht, weil die Firefox-Extensions ein wichtiger Bestandteil der FF-Philosophie ist und sogar die Entwickler selbst Add-Ons veröffentlichen also die Besonderheiten und Schwierigkeiten bei der Plugin-Entwicklung bestens kennen.

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Ob es an Firefox oder an meinen vermutlich defekten Speicherriegeln liegt ist mir nicht möglich zu testen, jedenfalls weist Firefox minimal weniger bis minimal mehr Speicherverbrauch auf. Eigentlich nichts merkwürdiges solange bis man die Changelogs der Version 3 liest. Beschrieben sind dort unzählige Speicherlecks die alle mehr oder weniger gestopft wurden. Einzigst die Vermutung Firefox-interne Geschwindigkeitsverbesserungen, beispielsweise die JavaScript-Geschwindigkeit, die verbessert wurde, machen diesen Speichervorteil wieder wett, könnten eine Erklärung dafür sein. Die erhöhte Prozessorauslastung möchte ich garnicht erst erläutern, da ich der tieferen Gründe sowieso nicht mächtig bin.

Fazit

Firefox mag ein mächtiger Webbrowser sein, wenn man weiß wie man ihn richtig einsetzt, zudem sind einige interessante Firefox-Projekte am laufen die in Zukunft aus dem Internetaufenthalt ein besonderes Erlebnis einzig durch den Firefox-Browser machen wollen. Man also durchaus berechtigt von einer positiven Entwicklung sprechen könnte.

Dennoch sehe ich enormes Verbesserungspotenzial des Firefox-Browsers, vorallem im Hinblick auf Leistung und Stabilität, da unabhängig meiner Hardwarekonfiguration einige Seiten den FF abstürzen lassen, andere Browser diese aber korrekt darstellen und FF3 nach wiederholtem Male es dann auch endlich packt die Seite zu öffnen. Und die unzähligen Speicherlecks die geschlossen wurden brachten keine merkliche Verbesserung im Vergleich zu anderen Browsern die von vorn herein mit einem geringeren Speicherverbrauch aufwarten.

Trotzdem sehe ich weiterhin in Firefox den im direkten Konkurrenzvergleich besten Browser, aber längst nicht den ultimativ besten der es würdig ist als beste Browserumsetzung Pate zu stehen. Noch nicht.

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