“Du musst kräftig saugen. Sonst werden wir heute nicht mehr fertig. Ich will schließlich noch Fernsehen!” Blankes Entsetzen steht der neugierigen Nachbarin ins Gesicht geschrieben. Ihr Lauschangriff ist beendet. Die schlüpfrige Konversation zwischen dem jungen Ehepärchen hat ihr den Rest gegeben. Wenn sie wüsste, dass die Partnerin gar nicht zugegen war und die Anweisungen (s)einem Saugroboter gegolten haben.

Das neuste Haushaltsmitglied: der Saugroboter

Der emanzipierte Mann von heute rührt nämlich keinen Finger mehr. Er putzt nicht, er saugt nicht. Er legt einfach die Füße hoch und dirigiert von der Couch aus einen kleinen, kreisrunden selbstfahrenden Staubsauger. Wenn dieser seine Seitenbürsten ausfährt, mag er auf den ersten Blick aussehen wie eine überdimensionierte Kakerlake. Bei genauerer Betrachtung haben der Staubsauger Roboter mit seinem futuristischen, edlen Design und das Insekt jedoch nicht viel gemein. Was der an Staub frisst mit seinem integrierten Auffangbeutel (Größe nach Modell unterschiedlich ausgeprägt).

Wie intelligent, der mit seinen Kontakt- und Ultraschallsensoren ist. Von seinen “Glasaugen” (integrierte Kameras) und seiner Lasertechnologie ganz zu schweigen. Der gibt einfach Ruhe, wenn er nach 60-120 Minuten (Akku-) Laufzeit erschöpft ist. Der Mann sitzt auf der Couch, tippt auf dem Handy in seiner App herum und bestimmt den Zeitpunkt selbst, wann der Staubfresser alias Staubsauger Roboter zum Einsatz kommt. Kakerlake und Partnerin könnten an dieser Stelle über so viel Bequemlichkeit / Aufmerksamkeit beleidigt sein. Zumindest die Partnerin ist es aber nicht.

Multifunktionswaffe gegen Schmutz: der Saugroboter

Denn auch sie sehnt sich nach so einem heimlichen Helferlein, der den guten, alten Staubsauger alt aussehen lässt. Man könnte sich ja schließlich gemeinsam aufs Sofa setzen und den Saugroboter die ganze “Drecksarbeit” machen lassen. Zur Kontrolle hat man ja die Staubsauger Roboter App:

  • Timerfunktion: Damit kann man die Einsatzzeiten den kleinen “Putzteufels” ganz genau programmieren. Wenn er also ab 12.00 Uhr mit dem Wohnungsputz loslegen soll, wird der Saugroboter dies anstandslos tun. Das wiederholt er gern auch jeden Tag bzw. jeden gewünschten Tag. Egal ob von Montag-Sonntag oder nur Montag, Mittwoch, Freitag. Solange kann sich das verliebte Pärchen auch in den Park verdrücken oder gar in den Urlaub fliegen. Denn man muss nicht (auf dem Sofa) anwesend sein, um dem Saugroboter bei der Arbeit über die Schulter zu schauen
  • Akkustand Anzeige: Beobachten wie es dem Roboter Staubsauger ergeht, kann der Nutzer schließlich über die App. Je nach Modell hält sein Akku zwischen 1-2 Stunden. Die genaue Akkustandsanzeige kann das am Strand liegende Ehepärchen über die App abrufen. Im Lieferumfang des Saugroboters ist eine Aufladestation enthalten, die an der Wand befestigt wird. Wenn der Saft zur Neige geht, kehrt er automatisch zur Ladestation zurück.
  • Putzmodus wählen: Anders als so mancher Mann behaupten böse Zungen hat der Saugroboter ein System beim Putzen. Er fährt nicht einfach nur Zick-Zack durch den Raum (obwohl das durchaus auch Bestandteil seiner Putzphilosophie ist) und macht woanders weiter, sobald er auf ein Hindernis stößt. Er kann sich auch Stellen merken, die er bereits geputzt hat- insbesondere nach erneuter Akkuaufladung- und diese dann weiträumig umfahren. Mit seiner künstlichen Intelligenz ist der Staubsauger Roboter sogar in der Lage seinen Reinigungsmodus anzupassen. Beispielsweise bei verschiedenen Untergrundböden wie Laminat, Fliesen, Parkett etc. In seinem Reinigungsrepertoire befindet sich zum Teil neben gegenläufig rotierenden Walzenbürsten und den klassischen Seitenbürsten sogar eine Wischfunktion.
  • Anzeige Putzmodus: Ob die kleine technische “Haushaltshilfe” gerade auf Crashkurs (bezeichnenderweise nennt sich die Zick-Zack Variante Crash oder nach einem System unterwegs ist, kann man über seine Einstellungen auf der App prüfen.
  • Anzeige Füllmenge Staubauffangbehälter: der Saugroboter schluckt alles. Solang bis er voll ist. Dann sollte man vielleicht doch wieder aus dem Urlaub zurückkehren und den Staubauffangbehälter entleeren. Oder die neugierige Nachbarin beauftragen dies zu erledigen, die sich vielleicht eh schon wundert, warum es so seltsam still in der Wohnung geworden ist. Gottseidank hat man die Wasserstandsanzeige über seine App ja rechtzeitig vorher bekommen.
  • Kartographiefunktion: Die Intelligenz von Männern beim Putzen sollten Putzfrauen nicht unterschätzen. Intelligenter ist höchstens der Saugroboter. Denn der kann ja mit seiner integrierten Kamera und seinen Laserstrahlen Decke und Ebenen des Raums abscannen und sich somit ein Bild von seinem Arbeitsort erschaffen. Ganz intelligente Vertreter erkennen sogar wann ein Raum endet und wo ein neuer beginnt. Geschweige denn wo es bergab geht. Das gut erholte Ehepaar soll ja nach dem ausgiebigen Urlaub seinen kleinen Freund nicht schwer beschädigt am Fuße der Treppenstufen auffinden. Zwei Wochen lag er da. Und niemand hat was bemerkt. Nicht einmal die neugierige Nachbarin.
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Staubsauger Roboter hat mir noch zu meinem Glück gefehlt

“Wir brauchen so ein Ding!” Wer diesen Beitrag bis hierher gelesen hat, anstatt beim Wohnungsputz selbst Hand anzulegen, dem kann geholfen werden. Denn so ein stets gehorchender Putzteufel hat viele Vorteile:

  • Selbstständigkeit: Er saugt selbstständig, ohne dass man den Saugroboter anfassen muss. Das Smartphone ist die Fernbedienung dazu.
  • Zeitersparnis: Er saugt in Abwesenheit. Der hart arbeitende Bauarbeiter wird sich freuen, wenn abends die Wohnung blitzblank geputzt wurde.
  • Wischfunktion: Bestimmte Modelle können den Boden auch wischen
  • Oberflächenstruktur: Geeignet für alle glatten Oberflächen (Laminat, PVC, Parkett, Fliesen usw.)
  • Geräuschkulisse: Ist leiser als ein herkömmlicher Staubsauger
  • Stromverbrauch: der Stromverbrauch ist geringer als bei einem herkömmlichen Staubsauger
  • Entlastung für den Rücken: Der kommt in alle Ecken. Die Zeiten, in denen Putzfrau oder Putzmann sich dafür bücken mussten, sind vorbei.

Staubsauger Roboter: Darauf kann ich verzichten

So ein Staubsauger Roboter ist schon ein Allrounder. Der kann den schnarchnasigen Putzmann schnell mal ersetzen. Aber auch er hat seine Macken:

  • Hochfloor-Teppiche: Die Reinigungsleistung bei Hochfloor-Teppichen ist nicht so gründlich wie bei herkömmlichen Staubsaugern
  • Störfaktor: Wenn die Familie zu Besuch kommt, kann so ein Roboter stören. Besonders wenn die Kinder in ihm ein Spielzeug sehen, das es einzufangen gilt.
  • verwinkelte Wohnungen: Wir müssen alles umbauen. Die Wohnung muss angepasst werden. An den Saugroboter. Denn dank seiner übermäßigen Intelligenz macht er ja bei dem kleinsten Hindernis sonst kehrt und lässt Staub liegen.
  • Zu Tiefe Möbel: sind also ein No-Go

Mein neuer Freund: der Saugroboter

“Ich wurde ersetzt durch einen Roboter!” Diesen Satz wird der zum Putzen verdonnerte Hausmann kaum mit großem Entsetzen von sich geben. Diese reale Zukunftsvision fördert schließlich seine Bequemlichkeit. Zwar sind die Geräte bislang noch deutlich teurer als handelsübliche Staubsauger und stehen in puncto Reinigungsleistung den großen Bruder in einiges nach. Allerdings profitieren auch viele Zielgruppen bereits jetzt von dieser Entwicklung:

  • Ältere Menschen: Die haben es sich im Vergleich zu manchen bequemen Ehepärchen wirklich verdient ihren Lebensabend ohne körperlich anstrengende Haushaltsarbeit zu genießen.
  • Personen mit Haustieren im Haushalt: Du verlierst Haare, meine liebe Katze und wer macht sie weg? Richtig, der Saugroboter
  • körperlich behinderte+ erkrankte Personen: Es soll natürlich auch noch Menschen geben, die nicht nur aus Bequemlichkeit sich so ein gerät zulegen. Für körperlich gebrechliche oder schwer erkrankte Personen ist solch eine selbstständig arbeitende Haushaltshilfe ein wahrer Segen.
  • Firmen: Die Putzfrau kann nach Hause gehen und braucht nicht mehr wieder zu kommen. Sie ist entlassen. Die Arbeit übernimmt jetzt der Roboter. Spart hohe Personalkosten und kann bei der Steuer als Abschreibung wieder reingeholt werden.
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iRobot Roomba 960

Doch genug geredet. Setzen wir uns aufs Sofa und sehen zu wie ein 3,9kg schweres Gerät mit 30 W Leistung unsere Bude in ein strahlendes Heim verwandelt. Mit seiner geringen Bauhöhe von knapp 9cm kommt der Roboter selbst unter tiefe Betten und Möbel. Nach knapp 70-80 Minuten Akkulaufzeit kehrt der kleine Sauger selbstständig zur Ladestation zurück und macht beim nächsten Mal dank seines fabelhaften Gedächtnisses genau dort weiter wo er aufgehört hat. Hindernisse wie Treppen und Etagen erkennt er blitzschnell mit seinen Ultraschall- und Lasersensoren. Alle Vorgänge kann man mittels App überwachen. Besonders geeignet auch für Allergiker: Das Aero Force Reinigungssystem sammelt auch Pollen und Blütenstab auf.

Neato Botvac D5

Als Mann, geschweige denn menschliches Wesen bist du nach eineinhalb Stunden Putzzeit kaputt ohne Ende. Der Neato Botvac D5 saugt da mit seinem powervollen Lithium-Ionen Akku und dem Ultra HEPA Filter (extra viel Platz) immer noch weiter. In Intelligenz steht er anderen Saugrobotern in nichts nach. Auch er kehrt selbstständig zur Ladestation zurück und verschafft sich mit Sensoren einen Überblick über seinen Arbeitsort. Mit einem Preis von knapp 649€ ist das 4kg schwere Gerät mit 61 W Leistung nicht billig, aber effektiv.

Ecovacs Robotic Deebot R95

Ein hochklassiges Premium-Produkt unter den Staubsauger Robotern ist der knapp 4m, 8kg schwere Ecovacs Robotic Deebot R95. Er ist Staubsauger und Bodenwischer in einem. Der integrierte Wassertank hat eine Reichweite von 40-50m². Wessen Wohnung dann noch nicht sauber ist, der muss schon ein echter Messie sein. Zumal das fünfstufige Reinigungssystem jeden Schmutz den Garaus macht. Die rotierenden Seitenbürsten befördern den Schmutz zur Hauptbürste, bevor er in die Saugvorrichtung eingesaugt wird. Dem Sauger entgeht also kein noch so kleiner Partikel in seiner knapp 90 minütigen Laufzeit. Wie alle anderen Modelle ist auch er intelligent und merkt sich seinen Kurs und scannt seine Umgebung automatisch ab. Die 500€ sollte man also unbedingt investieren in ein hochmodernes Saug- und Wischsystem.

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Denn wer am Ende glaubt es sind nur immer die Männer, die faul auf dem Sofa liegen, sich bedienen lassen und andere die “Drecksarbeit” machen lassen, der irrt. Auch Frauen genießen vermehrt das Nichtstun. Das ist es dann doch gut, wenn wenigstens einer im Haushalt was macht. Die neugierige Nachbarin wird beim Blick ins Fenster Augen machen. So wenig Einsatz vom Ehepaar und die Wohnung doch so sauber.

Mehr Informationen zu Saugrobotern findet ihr auf: putzroboter-test.com.

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